Faustlos

 
„Faustlos“ ist ein Programm zur Förderung des Sozialverhaltens von Kindern und Stärkung des Selbstbewusstseins. Es dient der Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen und der Gewalt-prävention. Dabei sprechen die Kinder viel über ihre Gefühle, und sie lernen, alltägliche Probleme konstruktiv zu lösen. Das Programm umfasst Übungen und Rollenspiele, dabei wird das Gemeinschaftsgefühl in der Klasse gestärkt und ein respektvolles Miteinander gefördert.
 
Das Programm wird kontinuierlich während der gesamten Grundschulzeit (Klasse 1 bis 4) für alle Schüler eingesetzt. Sie lernen Strategien anwenden, so dass prosoziales Verhalten zur Norm werden kann.
 
Die Lektionen von „Faustlos“ sind in 3 Bereiche unterteilt:
 
1. Empathieförderung: Die Schüler lernen, Gefühle zu erkennen, vorherzusagen, wie andere Menschen sich fühlen und anderen ihre Mitgefühl zu zeigen.
 
2. Impulskontrolle: Die Kinder lernen und üben ein Problemlöseverfahren sowie verschiedene Verhaltensweisen wie Teilen und Abwechseln.
 
3. Umgang mit Ärger und Wut: Hier lernen und üben die Kinder sich zu beruhigen und ihre Ärger-Gefühle sozial angemessen zum Ausdruck zu bringen.
 
Das Programm kann in den sozialkundlichen Teil des Sachunterrichts, in den Deutschunterricht oder die Religionslehre integriert werden oder in einer gesonderten „Faustlos“Stunde durchgeführt werden. Die hinsichtlich Gewaltbereitschaft und Aggression besonders gefährdeten Kinder verbleiben im Klassenverband und werden nicht ausgegrenzt. Auch sozial unsichere und von Gleichaltrigen wenig beachtete Kinder werden in ihrer sozialen Entwicklung und Integration durch „Faustlos“ gefördert.